Mittwoch, 19. August 2009

Agnes Feders Tagebuch


Peters Frau Maria ist eine ganz Nette. Ich habe sie gestern Abend besucht und ein gutes Gespräch mit ihr geführt.

Es war mir wichtig zu erklären, dass Reiki kein Hokuspokus ist, sondern reine, universale Lebensenergie - konfessionsfrei, frei von Vorstellungen, einfach Sein.
Schottet man sich von der Lebensenergie ab, und das tun wir alle aufgrund egozentrischer Prozesse, Angst, Vorstellungen, dann ist der Energiefluß beeinträchtigt. Doch solche Prozesse kann man durchbrechen indem man achtsam wird was vorgeht! Beobachter werden, "bewusst Sein". Reiki ist idealerweise nicht nur eine passive Behandlungsform , sondern macht besonders Sinn , wenn der Empfänger bereit ist, diese Veränderung wahrzunehmen.

Allerdings habe ich auch die wunderschöne Erfahrung mit einem geistig behinderten Mädchen gemacht, die durch Reiki in schwierigen Lebensphasen von Stress, Angst und Verwirrung, Beruhigung erfahren hat, wo anderen Therapien nicht ansprachen, wo der Weg bereit gemacht wurde, dass man andere Therapien überhaupt beginnen kann.

Maria fand das alles großartig - wobei sie eine sehr temperamentvolle Person ist, die rasch Feuer und Flamme ist - war voller Zuversicht, dass Reiki helfen wird und mit dem Baby alles gut gehen wird.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sie mich verstanden hat, aber das muss ja nicht alles auf einmal sein.

Dienstag, 18. August 2009

Agnes Feders Tagebuch



Die Träume sind wie ungebrannter Ton - wenn ich danach greife, verlieren sie ihre Form. Doch sie kommen in der nächsten Nacht wieder, in neuem Gewande, bis sie wieder schwinden.


Nach allem, was passiert ist, dachte ich damit umgehen zu können, mit dieser Gabe, die mir manches Mal wie ein Fluch erscheint. Dass Paps in Gefahr ist, macht mich noch unsicherer und anstatt die Bildfetzen durch mich hindurch zu lassen, ihnen ruhig nachzuschauen, versuche ich anzuklammern und verliere alles. So kann ich die Rätsel nicht lösen. Was hat Kuoma mit Paps zu tun? Wieso wieder diese Geschichte von den Meistern Valuns, die ich meinte bis zum bitteren Ende geträumt zu haben?

Sonntag, 16. August 2009

Rainer Maria Rilke






"Mit allen Augen sieht die Kreatur das Offene.


Nur unsre Augen sind wie umgekehrt und ganz um sie gestellt als Fallen,


rings um ihren freien Ausgang.


Was draußen ist, wir wissens aus des Tiers Antlitz allein;


denn schon das frühe Kind wenden wir um und zwingens, dass es rückwärts


Gestaltung sehe, nicht das Offne, das im Tiergesicht so tief ist.




Frei von Tod.




Ihn sehen wir allein; das freie Tier hat hat seinen Untergang stets hinter sich


und vor sich Gott, und wenn es geht, so gehts in Ewigkeit, so wie die Brunnen gehen.


Wir haben nie, nicht einen einzigen Tag,

den reinen Raum vor uns, in den die Blumen

unendlich aufgehn. Immer ist es Welt


und niemals Nirgends ohne Nicht: das Reine, Unüberwachte, das man atmet und

unendlich weiß und nicht begehrt.



Als Kind verliert sich eins im Stilln an dies und wird gerüttelt. Oder jenes stirbt und ists.


Denn nah am Tod sieht man den Tod nicht mehr und starrt hinaus, vielleicht mit großem Tierblick. ..."






aus: Rilke, Duineser Elegien, Bibliothek Surkamp, 49

Freitag, 14. August 2009

Agnes Feders Tagebuch


Wochenende! Jaaaaaa! Und es wird schön sonnig und heiß - super!

Werde meine Füße mal wieder ins Wasser stecken, oder noch besser, ins Waldbad schwimmen gehen. Bisschen abtauchen, das brauche ich jetzt.

Kaum ist Mette wieder da, träume ich beklemmende Dinge - wieder von den Meistern aus Valun, von Sishla Vem, von Neddal, von diesem vergessenen Leben vor vielen tausend Jahren. Und ich weiß, wer Mette damals war...

Donnerstag, 13. August 2009

Agnes Feders Tagebuch


Natürlich ist Tante Mette wieder dick und breit in Paps Wohnung. Über die Reiki-Behandlung für ihn hat sie sich recht lustig gemacht und gemeint, wie bloß ein vernünftiger, noch dazu studierter Mensch an so einen Unsinn glauben kann. Da machte ich sie darauf aufmerksam, dass sie ja auch jeden Sonntag in die Kirche rennt und glaubt, dass Jesus durch Handauflegen Kranke heilen konnte, übers Wasser gelaufen ist und Tote zum Leben erweckt hat.

Vielleicht ist es der Glaube, der Berge versetzt, vielleicht ist das die universelle Lebensenergie, oder Christusenergie, oder Buddha-energie oder Gott - oder etwas jenseits aller Worte. Ich weiß einfach aus meiner eigenen Erfahrung, dass ES WIRKT (nicht ich!) und ich brauche es nicht benennen.

Mittwoch, 12. August 2009

Agnes Feders Tagebuch


Ich trinke seit einiger Zeit einen besonders guten chinesischen Oolongtee, der mit Ingwerstückchen angereichert ist. Er ist von hervorragender Qualität, was man an den schönen, beinahe unversehrten Blättern sieht, die sich nach dem Aufguss ausrollen und wie frisch gepflückt aussehen. Der Duft ist frisch und wärmend, der Geschmack sanft aber dennoch voll. Ich freue mich schon jeden Vormittag auf die Tasse Oolong - und man kann dieselben Blätter bis zu 5 mal aufgießen.


Ich werde versuchen, Paps zu diesem Tee zu überreden, denn er stärkt das Immunsystem, entgiftet und entschlackt, normalisiert die Blutfettwerte, stärkt die Leber und vieles mehr. Mal sehen, heute besuche ich ihn nach der Arbeit - ich hoffe, dass Mette nicht da ist.

Montag, 10. August 2009

Agnes Feders Tagebuch


"Den Ball tragen" - ist eine starke Übung, das weiß jeder, der länger in dieser Position steht. Die Aufrichtung der Wirbelsäule ist dabei wohl das Wichtigste dieser Form. Der Fortgeschrittene übt zudem mit PC-Muskel und kann mit Hilfe der Vorstellungskraft ein Weilchen die Tiefe und Kraft der Position auskosten.
Eine starke Basis (= Gesäß, Bauch, PC & Beinmuskulatur) macht stark fürs Leben! Wie heißt es so schön: "Mit beiden Beinen im Leben stehen." - oder - "Den haut nichts so schnell um."
Das ist mir jetzt wieder bewusst geworden, wo das Leben so viel fordert, wieviel stärker ich durch Qi Gong geworden bin - nicht nur körperlich, sondern auch mental. Da habe ich meinen Weg gefunden.

Sonntag, 9. August 2009

Genro Laoshi


Die eigentliche Übung ist das Leben, und das ist: Nur Sein.

Sein ist kein Tun um etwas zu haben und kann nur "Nichtübung" sein. Diese Übung ist der Weg in unsere Mitte.

Das "In-der-Mitte-Sein" ist Meditation.
aus: Zen.sucht nach dem Wanderer, Genro Laoshi, http://www.top-team-trainings.com/medien/ZENsucht.php

Agnes Feders Tagebuch


Tut das gut, wieder mal richtig ausschlafen, im Garten liegen und den Vogerln zuhören. Werde meditieren und Qi Gong machen, bisschen Unkraut jäten und Wäsche aufhängen...sonst gar nichts.

Peters Frau durfte wieder nach Hause, muss sich aber sehr schonen. Die nächsten Monate werden nicht so einfach sein, für die beiden. Ich habe Peter mal erzählt, dass ich für Paps Reiki mache und er hat mich gestern gebeten, seiner Frau auch Reiki-Behandlungen zu geben. Das freut mich auf der einen Seite, auf der anderen Seite weiß ich nicht, welche Vorstellung sie von Reiki hat. Aber das kann ich ja in einem Vorgespräch leicht herausfinden.

Freitag, 7. August 2009

Agnes Feders Tagebuch


Das war ein langer Tag gestern, bin erst spät nach Hause gekommen und war ganz zerschlagen. Viel zu lange vor dem Bildschirm und am Schreibtisch gesessen. Bin dann hinaus auf die Wiese und habe noch Qi Gong geübt - die Bärenübung, den Kiudo spannen, das Schöpfrad drehen und den Mond zeigen - klar, ist ja Vollmond! Danach war ich wie ausgewechselt - ausgeruht und entspannt.

Heute muss ich nach der Arbeit wieder zu Peter in die Kanzlei, dazwischen Paps besuchen und nach dem Rechten sehen. Ich freue mich schon auf das Wochenende!

Mittwoch, 5. August 2009

Agnes Feders Tagebuch


Habe gestern einen Anruf vom Peter Thor bekommen - seiner Frau geht's nicht gut mit der Schwangerschaft. Sie musste ins Krankenhaus. Er hat mich gebeten, ihm in der Kanzlei auszuhelfen, damit er mehr Zeit für sie hat. Der Ärmste ist völlig entnervt. Werde morgen nach der Arbeit in der Privatklinik noch zu ihm fahren und Papierkram erledigen. Hoffentlich verliert sie nicht das Baby - sie haben es sich so lange gewünscht....