Mittwoch, 30. September 2009

Agnes Feders Tagebuch

Die Begrüßung der Sonne - Surya Namaskar - eine Yogaübung, die ich jetzt schon wirklich lange übe, morgens nach dem Aufstehen. Wenn ich sie nicht mache, dann bemerke ich das tagsüber immer wieder. Es fehlt mir etwas.

Die Übung ist unvergleichlich!

Die Inneren Organe werden akkupressiert, Arme, Beine, Schultern und Rückrad gymnastiziert, geschmeidig. Das Surya Namaskar wirkt auf einzigartige Weise auf die Nervenzentren, was sich in einem Gefühl der Heiterkeit ausdrückt.

Und das alles erreicht man in fünf Minuten.

Am Schönsten ist es natürlich auf der Wiese mit Blick auf die Sonne zu üben, auch auf der Veranda ist es vergleichbar. Wenn es allerdings zu kalt wird, dann mache ich das Surya Namaskar natürlich im Zimmer, mit Blickrichtung Osten. Es ist fein, wenn an dieser Wandseite etwas schönes aufgestellt (Blumen, Bild, Skulptur, Kerze...) ist. Im allgemeinen genügen 7 Wiederholungen, ein Vielfaches ist für Fleißige möglich. Mir persönlich reichen 7x am Morgen zum Munterwerden.



Dienstag, 29. September 2009

Agnes Feders Tagebuch


Paps hatte wieder so schreckliche Rückenschmerzen, dass ich am Abend noch zu ihm gefahren bin. Habe ihn eine dreiviertel Stunde mit Reiki behandelt. Er will ja keine Schmerzmittel mehr nehmen, weil er Angst um seine Nieren hat, seit das im Frühling mit dem Nierenversagen war. Dementsprechend ist seine Laune, - das verstehe ich, wenn man immerzu Schmerzen hat...

Jedenfalls hat er mich in der Früh glückselig angerufen - die Schmerzen sind weg, er ist voller Elan aufgestanden und konnte sich problemlos Waschen. Ich freue mich so sehr für ihn! Das ist wirklich wunderbar!

Für mein Schicksal, das mich zu Reiki geführt hat, bin ich zutiefst dankbar. Paps bekommt jetzt wieder regelmäßig Reiki, das haben wir ausgemacht und sogar Tante Mette zeigt einwenig Interesse dafür. Wunder über Wunder, nicht wahr?

Montag, 28. September 2009

Agnes Feders Tagebuch


Irene und ihre Kinder kamen gestern zu Besuch. Ein guter Anlass, meine alte Kinderschaukel wieder auf Vordermann zu bringen, sonst wäre den Kids ja fad geworden und wir "Alten" konnten uns in Ruhe unterhalten. Es war zwar sehr windig bei uns am Berg, doch in der Sonne war es dennoch herrlich warm. Dazu einen richtig g'scheiten englischen Tee, - der perfekte Nachmittag!

Samstag, 26. September 2009

Agnes Feders Tagebuch


Es ist wieder Herbst und die Veranda habe ich auch heuer nicht gestrichen. Alleine ist das eine Sisyphusarbeit. Johnny hat angeboten zu helfen. Das wäre ja nett - aber bezahlen kann ich ihn nicht, so viel Geld habe ich nicht. Mich schafft schon die Rechnung für das Material. Geschenkt kann ich die Hilfe nicht annehmen, erstens braucht er als Student Geld, zweitens würde ich mich ihm dann verpflichtet fühlen - und auch wenn er richtig süß ist, mein Siebert ist er nicht...

Donnerstag, 24. September 2009

Agnes Feders Tagebuch


Mein närrischer Apfelbaum blüht! Jetzt, im September! Wahrscheinlich hat der Hagel das neue Wachstum angeregt, vermute ich halt. Wenn wir einen milden Winter kriegen, dann kann ich Ostern ernten - na, Spaß beiseite. Hoffentlich nimmt ihm das nicht die Kraft für den Frühling. Soll ich die Blüten abschneiden?

Morgen wird Johnny zu mir kommen, da kann ich ihn fragen. Er möchte den Garten fotografieren und zeichnen. So einen verwilderten Garten finde man nicht oft.

Ist ja jetzt nicht direkt ein Kompliment, aber mir kommt vor, dass Johnny eher meine Nähe als die meines Garten sucht. Wie auch immer, das wird sicher ein netter Nachmittag. Zu Peter muss ich morgen nicht in die Kanzlei, zu Paps gehe ich heute, also bin ich ganz frei.

Montag, 21. September 2009

Agnes Feders Tagebuch


Gestern war so ein herrlicher Tag - sonnig, windstill, mild. Die fünfte Jahreszeit eben - Erde.

Und es war wieder mal Zeit, das Haus zu räuchern. Habe eine gute Reinigungsmischung im Mörser zerstoßen - schon dabei entfalten sich wunderbare Gerüche. Zedernholz hat einen warmen Duft, schützend und ausgleichend. Drachenblut finde ich faszinierend - ein alter, sagenumwobener Räucherstoff, bringt Stärke und Mut. Wogegen der Kampfer fast aggressiv riecht, aber eben für das Hervortreten und Bewusstheit steht.

Neun Stoffe kommen zusammen, transportieren eine stärkende, kraftvolle Räucherbotschaft. Es ist ein erhebendes Ereignis, mit der Räucherschale durch das Haus zu gehen, Gebete murmelnd und sich ganz auf seinen Geruchssinn einzulassen.

Sonntag, 20. September 2009

Genro Laoshi


Als ein Teil des Ganzen bist du nur ein mickriges Anhängsel, das sich um seinen Sinn sorgt! Jetzt kannst du alles sein und erkennen, dass du all-ein bist.
aus: Zen.sucht nach dem Wanderer, Genro Laoshi, http://www.top-team-trainings.com/medien/ZENsucht.php

Samstag, 19. September 2009

Agnes Feders Tagebuch


100 Meter Hecke geschnitten - ich bin erledigt! Dabei hatte ich Hilfe - Peter hat mir seinen Gärtner "ausgeborgt" - eigentlich ein Bodenkulturstudent, der sich was dazuverdient - gemeinsam haben wir alle Sträucher geschnitten, die Hecke und das Gras - der Komposthaufen ist zu einem beeindruckenden Berg angewachsen.

Ohne Johnny hätte ich das nicht geschafft. Der ist wirklich ein Netter - wir haben, außer wie die Berserker gearbeitet, gemeinsam gegessen und in der Nachmittagssonne Tee getrunken, Kekse gegessen und über Gärten philosophiert. War interessant, was er da für Ansichten hat. Wie er den Gartenbesitzer in Beziehung zu seinem Garten sieht. Bei mir meinte er, sieht man den Einfluss der Großmutter und Mutter sehr stark. Kein Wunder, ich habe kaum was verändert im Garten und bin beim Zurückschneiden immer hinten nach. Johnny meinte, wenn wir die Hecke halbieren, dann würde sich diese Öffnung zur Außenwelt auch in meinem Leben wiederspiegeln. Also, ich hab' das gut gefunden und wir haben die Hecke niedergerissen. Das fühlte sich gigantisch an! Konnte gar nicht genug kriegen vom Schneiden - bis mir meine Arme fast abgefallen sind.

Johnny ist ein wirklich interessanter Mann - zwar ein paar Jahre jünger - aber wirklich interessant.

Donnerstag, 17. September 2009

Agnes Feders Tagebuch


Ashley ist definitiv wasserscheu. Ist ja nichts überraschendes bei Katzen. Er ist den ganzen Tag im Haus geblieben und hat das Katzenklo voll gemacht, die Vorhänge zerfetzt und bei den Schuhen markiert. Wird Zeit für den Tierarzt als Kastrator ans Werk zu schreiten.

Wieso fällt mir da Norman ein? Testosteronüberschuss?
Der hat meine Telefonnummer wiedermal herausgefunden. Er weiß auch, dass ich hier am Berg wohne. Das fühlt sich nicht gut an. Ich hätte mir besser einen Hund zugelegt als eine Katze. Ashley ist ja nun wirklich kein Killerkater, eher der Erste der davonrennt.

Montag, 14. September 2009

Agnes Feders Tagebuch


Ich war schon gestern für Paps einkaufen, weil wir heute Carlas Geburtstag feiern werden. Es war gut so. Bei Paps waren die Medikamente wieder Kraut und Rüben - irgendwie kommen ihm die Briefchen durcheinander. Mette war glücklicherweise nicht da, so konnten wir beide in Ruhe reden. Jetzt weiß ich, dass Paps sich an Mette hält, um mich zu entlasten und ja, gegen die Einsamkeit. Der Gute. Er hat es nicht direkt gesagt, aber für mich hat es sich so angehört, als würde Paps Mette immer wieder Geld zukommen lassen. Ist auch gut. Dann ist er nicht in ihrer Schuld, Mette würde da bestimmt alle Register ziehen.

Nach sieben Uhr machte ich mich auf den Heimweg, ging zu meinem Wagen - und lief Norman in die Arme! Als hätte er auf mich gewartet - "Na, so ein Zufall!"- er war ganz begeistert und wollte auf einen Kaffee gehen. Hilfe! Irgendwie konnte ich dem entgehen, fürchte aber, dass das nicht das letzte "zufällige" Zusammentreffen war. Hat der Typ kein Gedächtnis? Weiß er nicht, was er mir angetan hat? Das ist doch nicht möglich!

Sonntag, 13. September 2009

Rumi


Jenseits von richtig und falsch

liegt ein Garten.

Da werde ich dir begegnen.


Zitat Rumi, von BEYOND, Buddhist and Christian Prayers, http://www.youtube.com/watch?v=ElqWVDiTM10

Freitag, 11. September 2009

Agnes Feders Tagebuch


Schade - kaum bin ich mal früher daheim, ist es auch schon mit dem Sonnenschein vorbei. Also kein Rasenmähen. Macht ja nichts. Bin so froh, mich mal loseisen zu können von allen Pflichten! Dafür streichle ich Ashley und trinke Tee. Wie der Kleine schnurren kann! Noch bevor ich anfange ihn hinterm Ohr zu kraulen, springt der Motor schon an. So ein Schmusekater!

Mein Hexenschuss ist auch verschwunden. Die Yogaübungen haben sich gut gemacht und gestern konnte ich ausgiebig mit Carla Qi Gong üben. Das war wunderbar ausgleichend. Wir haben eine neue Übung gemacht - auf dem See paddeln - erinnert etwas an die große Kaiserübung, doch mit mehr Bewegung. Den Kranich sind wir lange gegangen - sehr meditativ im Raum, auf der Wiese dagegen ist das Aufspannen zwischen Himmel und Erde besonders intensiv zu spüren. Große Übung.

Donnerstag, 10. September 2009

Agnes Feders Tagebuch


Der Garten ist herrlich, ich liebe den Altweibersommer! Spinnwebfäden glänzen in der Luft, Morgentau liegt frisch auf allen Blättern und Gräsern, man kann mit einer guten Tasse Tee in der Nachmittagssonne sitzten, ohne zu verglühen.

Leider ist viel los in der Klinik und bei Peter helfe ich auch noch hin und wieder aus, da bleibt zu wenig Zeit zum Genießen und wenig Zeit für Paps. Er beschwert sich nicht, nein, aber Tante Mette ist wieder voll da und bestimmt sein Leben. Ist mir schon klar geworden, dass Paps ein erwachsener Mann ist und selbst seine Entscheidungen treffen kann und dass es mir nicht zusteht, ihm was dreinzureden. Aber - und aber musste jetzt kommen - ich werde wachsam bleiben. Mama hat Mette nicht getraut und ich tue es genauso wenig.

Mittwoch, 9. September 2009

Agnes Feders Tagebuch


Ein kleiner Kater ist mir zugelaufen - er ist einfach maunzend vor der Tür gesessen, mager, einsam und sehr zutraulich. So ein süßes Kerlchen! Habe ihn gefüttert und dann ist er bei mir geblieben. Ich habe ihn Ashley getauft - er hat was irisches an sich, liegt wohl an seinem roten Fell. Beim Tierarzt waren wir auch. Ashley ist ganz gesund und bald auch kastriert - tut mir echt leid, Ashley, aber das muss sein!

Sonntag, 6. September 2009

Genro Laoshi


"Durch die Gnade des Schmerzes haben wir die Chance aufzuwachen.


... Leid ist die Aufforderung zur Selbstreflexion und bringt uns den Blick in unser Innerstes."


aus: Zen.sucht nach dem Wanderer, Genro Laoshi, http://www.top-team-trainings.com/medien/ZENsucht.php

Samstag, 5. September 2009

Agnes Feders Tagebuch


Habe mir beim Mistraustragen einen Hexenschuss eingehandelt - zack - und ich kann mich kaum noch rühren. Kann nicht Rasenmähen, nicht für Paps einkaufen, kaum überhaupt Autofahren. Das Anziehen ist bereits anstrengend!
Habe für die erste Hilfe ein Hitzepflaster aufgeklebt, das hilft ganz gut, aber nicht nachhaltig. Bei Maria Treben stand, ich solle mit frischen Brennnesselblättern die Stelle einstreichen - ich weiß nicht, das ist Notfallprogramm. Johanniskrautöl hat sie auch empfohlen, das werde ich probieren. Einschmieren geht noch. Natürlich mache ich auch Reiki für den Lendenwirbelbereich.
Auf der seelischen Ebene gibt's auch was zu tun. Habe mir Bachblüten ausgependelt. Und - passte genau: Rock Rose - in Angst vor Tod und Vernichtung leben - all die Träume, die mich in letzter Zeit heimsuchen, die Erinnerungen, die wieder aus ihren Löchern kriechen... nun, ich hab's mir angesehen, mache Klopfakupressur und beginne mich der Herausforderung zu stellen, auf die göttliche Einsheit zu vertrauen und Gelassenheit wieder zu finden.
Und siehe da, ich bin schon wieder viel beweglicher...

Freitag, 4. September 2009

Agnes Feders Tagebuch


Jetzt ist es Herbst. Feucht, kühler, frisch und duftend.

Ich denke gerne an unseren Ausflug letztes Wochenende. Claudius hatte die Idee in die Steiermark zu fahren, aufs Gaberl. Es war strahlendes Wetter, bloß 13 Grad, aber der Almboden war warm und beim Gehen gab er nach, sodass man federnden Schrittes auf die Höhe stieg. Wir konnten uns auf die Weide legen und den nahen Himmel genießen. Geduckte Preiselbeerstauden wucherten überall und Heidekraut, Kräuter, ein zartes Blühen und Duften war das und das Land so weit...