Mittwoch, 21. Dezember 2011

Lebenskunst

Gesegnete Weihnachtszeit,
auf dich ist Verlass -
du bringst so viel Arbeit,
dass ich vergaß,
der Heinrich, der Bücher,
er hat mich verlassen,
und treibt mir die Blonde
stets vor die Nasen.

Macht mir nichts aus,
ich lasse sie ziehen,
und färb' alle Engel auf Brünett um,
das macht mich zufrieden.

Mittwoch, 30. November 2011

Agnes Feders Tagebuch


Heinrich nervt mich durch nicht-da-sein.

Hat denn niemand diesem Mann den "Kleinen Prinz" vorgelesen? Der Fuchs hat den kleinen Prinzen über das Wagnis aufgeklärt, das man mit einer Freundschaft eingeht, erklärt wie das ist, wenn einer den anderen zähmt, vertraut wird. Da kann man sich nicht einfach aus dem Staub machen und seinen Fuchs vergessen.
Auch wenn wir NUR Freunde waren, immerhin, das waren wir. Er hat meinen Fisch "euthanasiert", ich habe ihm bei seinen Schlafstörungen geholfen, das verbindet doch. Keine Besuche in der Mittagspause, kein Anruf am Wochenende, nichts.
Paps meint, ich soll Geduld haben. Heinrich ist halt ein Mann....als wäre das eine Krankheit. Nein, mein Lieber - ein Freund ist ein Freund, egal ob mit X oder mit Y-Chromosom, da gibt es keine Ausrede. Theres empfielt mir,  die "Harry und Sally"-DVD auszuleihen. OK. In nächster Zeit werde ich mich besser auf die X-Chromosom-Freunde reduzieren.

Sonntag, 13. November 2011

Agnes Feders Tagebuch

Über Nacht ist das gesamte Nusslauf zu Boden gegangen - der Frost war's. Es ist schon gut so, ein Mal mit dem Rechen drüber, und die Sache ist erledigt - aber es sind Berge! Berge! Die Rotbuchen haben ihr Laub gleich dazu geschmissen und ich könnte das Haus füllen mit der Blätterflut.

Die Arme brennen von der Arbeit, an den Händen habe ich Blasen, trotzdem mache ich weiter, bin dankbar für die Ablenkung. Heinrich hat eine Freundin - wie er mir das unter die Nase gerieben hat, hach - als hätte er sie sich nur zugelegt, um mich zu demütigen.

Halt - wir sind nicht zusammen, also bin ich nicht gedemütigt. OK. Anders.
Er will mir zeigen, was er für ein toller Kerl ist, der sich ohne Probleme eine Super-Frau zulegen kann, mit Körbchengröße D (die hat er selbst gemacht!), Beine, die bis unter die Achseln reichen (Bridget Jones weiß was ich meine!) und einen akademischen Titel besitzt.
Dabei habe ich mich schon so an ihn gewöhnt....gehe lieber wieder Laub rechnen....

Montag, 24. Oktober 2011

Agnes Feders Tagebuch

Am Samstag war es sonnig...
...und plötzlich ist es Herbst. Nebel hängt am Berg fest, die Wiese ist nass, die Rosen lassen schwer die Köpfe hängen.
Rückzug.
Der Lebenssaft kehrt zurück zur Mutter Erde, bewahrt und beschützt bis die Zeit kommt, wo alles neu beginnt.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Agnes Feders Tagebuch

Nach dem Seshin ist es ruhig.
Habe die Zeit gesehen - es gibt sie nicht.
Das Sandkorn liegt mal hier, mal da.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Agnes Feders Tagebuch

Die Apfelernte hat einen ganzen Monat gereicht - für das kleine Bäumchen allerhand.
Die Kürbisse sind eingekocht, die letzten Paradeiser verputzt, Paps versorgt und im Büro alles aufgearbeitet...jetzt ist Zeit, nach innen zu gehen. Ein Wochenende Meditation mit Carla steht am Plan, das Schweigen wird mir gut tun.

Die eigene Nähe finden,
hineinsehen,
an die Quelle gehen und
frei trinken
vom Wasser des Lebens.

Freitag, 23. September 2011

Agnes Feders Tagebuch

Herbsttagnachtgleiche.
Die Apfelernte steht an, die Kürbisse sind eingebracht, noch können Kräuter geschnitten werden, um über den Winter gut versorgt zu sein. Salbeibüschel hängen von Haken in der Küche, es wird eingekocht und haltbar gemacht. Feine Spinnweben, von Tauperlen geziert, kleben in Gebüsch und Wiesen, nahe dem Hollerbusch.

Nochmal aus dem Vollem schöpfen, lachen, tanzen, Überfluss - aber auch wissen, dass es nicht so bleiben kann. Das Licht wird golden, Firnis legt sich über die Landschaft.
Herbstfarben erfreuen das Auge.
Heute Nacht feiere ich.

"Das Spirituelle muss seine eigene Form erschaffen können. Wenn ich sein Geheimnis nicht in mir selbst finde, so finde ich es nie." (Oscar Wilde)

Dienstag, 20. September 2011

Agnes Feders Tagebuch

Bestes Heilmittel gegen Beinhautentzündung (z.B. Tennisarm) ist Beinwell. Die Hauptanwendung ist äußerlich, als Umschlag.

ABER: Den kann man nicht mehr in der Apotheke kaufen. Nach hunderten von Jahren erfolgreicher Nutzung dieser Heilpflanze wurde der Verkauf verboten, wegen seinen "toxischen" (Alkaloide - werden kaum über die Haut aufgenommen) Inhaltstoffen, dank einer EU-Richtlinie, die (unmündige) Konsumenten schützen will. 

Könnte doch leicht passieren, dass sich Frau Mayer in der Apotheke 5 Kilo Beinwellmehl kauft und das übelrichende, klebrige Zeug in sich reinschaufelt um endlich einen ordenlichen Leberschaden zu haben. Da sind wir alle einfach auf der sicheren Seite, wenn man Beinwell nur noch in verarbeiteter Form kaufen kann. Das pharmazeutische Produkt Beinwellcreme ist auch einiges teurer als Beinwellmehl  - das wird Frau Mayer bestimmt nicht essen wollen.


Paracelsus' Auspruch - Jedes Ding ist ein Gift, es kommt nur auf die Dosis an - geht heutzutage ins Leere, in einer Gesellschaft, in der wir wohl Rauchen und Alkohol trinken dürfen bis Krebs und Zirrhose unser Ende besiegeln, allerdings eigenverantwortlich keine Heilkräuter verwendet werden sollen. Hier muss uns der Staat unbedingt schützen.

DANKE!
Was bleibt mir also übrig, als vollends zur Kräuterhexe zu mutieren und die "bösen" Kräuter und Wurzeln am Waldrand zu suchen beziehungsweise im Garten zu ziehen. Das bedeutet Vorräte anlegen, Zeit haben. Was machen die Kräuterfreunde, die das nicht können?

Ach ja, die können sich immer noch die teure Creme aus der Apotheke kaufen.

Mehr zum Beinwell hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Beinwell

Montag, 12. September 2011

Agnes Feders Tagebuch

Erntedank.
10 Kürbisse wachsen auf meinem Beet. Ein paar Kleine liegen oder hängen noch herum, vielleicht werden sie reifen, wenn der September weiter so verrückt heiß bleibt.
Der dickste von ihnen wiegt sage und schreibe 2 Kilo!
Unfassbar, wie stolz und dankbar man als Gärtnerin für eine solche Erdfrucht ist. Es ist ein Wunder. Sie hätten abfaulen können, von Schnecken zerfressen werden, verdorren - aber dieses Jahr wollte alles gut wachsen, gedeihen.
All diese Früchte stammen aus einem Samenkorn, in die Erde geschoben und feucht gehalten.
Es wirkt die Kraft der Erde und der Sonne, von Wasser belebt.

Erde - Sonne - Wasser ... die Dreifaltigkeit des Lebens.

Freitag, 9. September 2011

Agnes Feders Tagebuch


Schafgarbe, die Augenbraue der Venus.
Sie war auch der Lichtgöttin geweiht - im Frühling zu Ostara wurden der Göttin zu Ehren Eier mit den gefiederten Blättern der Schafgarbe umwickelt und gefärbt. (mehr dazu bei Wolf-Dieter Storl, "Mit Pflanzen verbunden")

Eine Pflanze für Frauen, denn sie hilft bei monatlichen Beschwerden, Unterleibsproblemen und in den Wechseljahren, kann man bei Maria Treben nachlesen.
Plötzlich wuchs sie wieder im Garten, verlangte nach meiner Aufmerksamkeit. Sie war die Antwort der großen Mutter auf meine Sorgen, so kam es mir vor, wenn ich in stiller Betrachtung vor ihr saß, ihren süß-würzigen Duft einsog und ihre Schönheit und Anmut bewunderte. Über einige Wochen trank ich dann Schafgarbentee und in dieser Zeit plagten mich keine Kopfschmerzen.
Wenn das keine gute Nebenwirkung ist!

Donnerstag, 25. August 2011

Tao Te King

Wer zuviel tut,
verdirbt es;
wer sich an etwas klammert,
verliert es.

Lao Tse, Tao-Te-King, Diogenes Verlag 1996, 64

Dienstag, 23. August 2011

Agnes Feders Tagebuch


Tierpark Herberstein.

Die Löwin ruft ihren Partner - das Tal ist erfüllt von dem Timbre ihrer Stimme. Ein tiefer Laut, aus dem Bauch heraus, jeder versteht ihn.
Jetzt. Komm. Ich warte.
Der Löwe muss folgen, egal wie alt und müde er ist.
Wenn SIE ruft, zählt nichts anderes.

Donnerstag, 18. August 2011

Agnes Feders Tagebuch


Ein kleines Samenkorn - und eine Pflanze, die vier Quadratmeter locker überwuchert, entsteht. Das ist einfach unglaublich! Ein alltägliches Wunder, an das wir uns gewöhnt haben. Die andere Kürbisranke ist über den Zaun gewandert. Eine leuchtende Birne hängt jetzt in zwei Meter Höhe.
Die Paradeiser machen sich auch gut - abgesehnen von der einen, die der Sturm umgerissen hat. Die Früchte sind unvorstellbar intensiv, schmecken süß und kraftvoll. Sie vollreif zu ernten, zu riechen, in die sonnenwarme Frucht zu beißen, ist von solch einer Sinnlichkeit, die in Dankbarkeit mündet.
Ein großer Lohn für die kleine Mühe des Gärtnerns.

Mittwoch, 10. August 2011

Lebenskunst


Viele Schichten tief,
gejagt von Schatten,
die Hülle geformt vom Außen;

dort unten leuchtet die Perle,
die eine, in jedem zu finden,
ausnahmslos.

Sonntag, 7. August 2011

Agnes Feders Tagebuch

Wieviele Leben haben Katzen?
Ich sehe dich an, Ashley, und weiß, dass ich dich schon lange kenne. Einst war dein Fell dünkler, getigert, doch es ist derselbe Geist.
Du bringst mir tote Mäuse, teilst deine Beute mit mir, so wie ich meine mit dir teile.
Dann gehst du wieder deiner Wege. Der Wald verbirgt dir nichts, du findest was du brauchst.
Mühelos lebst du in beiden Welten, Wanderer zwischen den Wirklichkeiten.
Wie ich dich beneide.

Freitag, 15. Juli 2011

Agnes Feders Tagebuch

Manches Mal, meistens geschieht es Nachts, da möchte ich die Zeit zurückdrehen.
Möchte in Düfte eintauchen, die mich berauschten,
möchte die Wärme der Arme fühlen, die mich trugen,
möchte wieder nach Hause.
Zu Siebert.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Agnes Feder Tagebuch

Hitze. 34°C in der Stadt.
Ist es besser ein Schaf auf der Alm zu sein? Mit all der Wolle?
In der Nacht bestimmt.

Montag, 11. Juli 2011

Lebenskunst

Der Wald duftet nach Schwammerln, auf den Wiesen liegt gemähtes Gras.
Die Luft schwirrt von Insekten, ein Habicht kreist über mir.
Das Land ist so weit, schenkt der Seele grenzenlose Freiheit.
Einen Atemzug entfernt.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Agnes Feders Tagebuch

Hach! Ich konnte nicht anders...die Tomatenpflanzen und die Kürbispflanze wären sonst eingegangen...ein Notfall, ehrlich.

Theres kam mit den Tomaten vorbei, die in viel zu kleinen Gefäßen steckten. Urlaubsfindelkinder. Der Kürbis ist "wild" aufgegangen, na ja, nicht wirklich wild - einen Hokkaido habe ich gepflanzt, dabei ist wohl noch mehr an Samen in die Erde gewandert.
Das Hochbeet sollte eigentlich erst im Frühjahr bestellt werden, die Erde, dh. der Kompost ist noch viel zu "aktiv", zu frisch, aber der Versuch muss gewagt werden. Kürbisse vertragen es sehr gut, direkt am Komposthaufen gepflanzt zu werden, bei den Tomaten bin ich mir nicht so sicher, ob sie das aushalten werden. Jedenfalls haben sie eine Chance bekommen. Bin gespannt.

Agnes Feders Tagebuch

Das kleine Aquarium habe ich nach Finn und MagisterAnna adäquat mit Platy-Fischchen besiedelt. Die sind lange nicht so spannend - dachte ich. Und dann kamen Goldschwanz, Blossom und Goldy. Ein Männchen, zwei Weibchen. Die Verkäuferin in der Zoohandlung meinte, es müssen mindestens zwei Weibchen sein, weil die Männchen die Weibchen sonst bis zur Erschöpfung jagen.
Aha. So sind die Fische also.
Tatsächlich hat Goldschwanz alle Erwartungen an sein Geschlecht erfüllt. Er ist ständig hinter Goldy her, jagt sie unentwegt quer durchs Aquarium. Mittlerweile versteckt sie sich die meiste Zeit im Dickicht der Wasserpflanzen. Blossom, die Weiß-Schwarze mit den rosa Wangen, buhlt um Goldschwanz' Aufmerksamkeit, aber er ignoriert sie. Er will nur Goldy. Die Ärmste.
Was mach ich nur mit den beide?

Mittwoch, 6. Juli 2011

Agnes Feders Tagebuch

Die Rosen blühen und duften märchenhaft. Verführerisch. Sie lassen den Wunsch entstehen, ihre Blüten länger und intensiver zu genießen.
Ich habe sie nach einem sonnigen Mittag gepflückt und getrocknet, für Kräutersalz, für ein Rosenbad. Hm, freue mich darauf.
Carla hat mal erwähnt, sie würde gerne Rosenessig ansetzten - das ist was Neues für mich. Also frische Rosenblüten in Apfelessig - bin neugierig, wie das Experiment gelingt.

Dienstag, 28. Juni 2011

Agnes Feder Tagebuch

Langsam füllt sich das Hochbeet. Zuerst eine Lage Häckselgut, das ging recht flott. Es gibt genug Büsche im Garten, die zurückzuschneiden sind. Darauf kommt eine Schichte Gartenerde. Das bedeutet unzählige Male mit der beladenen Scheibtruhe den Hügel hinaufstapfen. Dann eine Schichte Kompost. Sack für Sack Kompost vom Stadtgartenamt schaufeln. Der ist glücklicherweise gratis.
Das Beet fasst Unmengen Erde!
Langsam, wie das Eichhörnchen seine Nüsse sammelt, entsteht mein "Acker". Ein Sack Erde verschwindet geradezu in dem Holzgatter. Die letzen zwei Kubikmeter noch. Puh!
Totzdem ist die Langsamkeit in der das Projekt voranschreitet gut. Aus eigener Kraft, Schritt für Schritt. Die Schichten können sich verbinden, reifen, bevor im kommenden Frühjahr die Saat ausgebracht wird. So erhält alles seine Zeit - das Bauen, das Aufschichten, das Verbinden und das Sähen.
Eine befriedigende Arbeit, ganz anders als das, was ich in der Klinik mache. Am Ende des Tages hat sich etwas verändert, etwas, das ich sehen und angreifen kann. Dann setze ich mich mit einer Tasse Tee neben mein Beet und bin froh. Einfach so.

Montag, 20. Juni 2011

Agnes Feders Tagebuch

Ein ruhiges Wochenende, dachte ich am Freitag. Endlich ausspannen, kein Rasenmähen, Schaufeln, Schneiden, Graben, nur genießen.
Dann bekommt frau natürlich Kopfweh, das erst mit ordentlichen Regengüssen verschwindet. Doch da stand auch schon Heinrich auf der Matte, von unzähligen Nachtdiensten ausgelaugt und will eine Behandlung von mir.
Unglaublich! Heinrich und Reiki? Das geht doch nicht! Was ist passiert? Hat er zu viel von seinen Medikamenten eingeworfen oder hat ihm die OP-Lampe sein super-kritisches Denken weggeschmolzen?

Nun, es wäre nicht ganz angebracht gewesen, genauer nachzufragen, so kaputt wie er war. In seinen Augen war die Panik zu lesen, er konnte einfach nicht alleine sein, nicht schlafen, nicht zur Ruhe kommen. Nachzubohren hätte sich angefühlt, als würde ich auf einen am Boden liegenden noch hintreten. Ich habe ihn einfach genommen wie er aufgetaucht ist und mich für Heinrich gefreut, dass er noch in der Lage ist, sich Hilfe zu organisieren.
Heinrich ist auf meiner Liege eingeschlafen, wie ein Baby. Die ganze Nacht und den Morgen. Kaum war er aufgewacht, sprang er auf und wunderte sich, wo er war. Drollig! Hat ein gutes Frühstück bekommen und einen Morgenspaziergang im Wald.
Das hat ihn - zumindest für diese Zeit - verwandelt. Seine Gesichtszüge sind weicher geworden und seine Stimme entspannter. Und das alleine von einer Reiki-Behandlung, einem tiefen, gesunden Schlaf und Bewegung in der Natur. Jedenfalls bezeichnete Heinrich mein Häuschen nun mehr als seine  "Kuranstalt" und will wieder kommen.

So beginnt also meine Karriere als Tankstelle für ausgepowerte Workaholics. Werde mir den Tag markieren.

Donnerstag, 16. Juni 2011

Agnes Feders Tagebuch

Red Moon.

Was für ein Nachthimmel!
Die Erde warf ihren Schatten auf den Vollmond und er wurde rot. Liest man Zeitung, verwundert dies nicht weiter. Doch der Schatten ging vorüber. Unberührt und vollkommen strahlte er auf uns, die wir in der Dunkelheit gebannt hinaufblickten.

Der Mond ist immer derselbe, man kann ihm nichts hinzufügen und nichts wegnehmen.
Alleine unsere Wahrnehmung verändert sich.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Agnes Feders Tagebuch

In der Zen-Literatur wird viel über den Mond geschrieben und gedacht.

Wenn ich ihn Nachts betrachte, fühle ich seine Faszination und Macht. Kein Wunder, dass er angestarrt wird. Man kann sich ihm nicht entziehen, egal wieviel man über ihn weiß und nicht weiß, ob man an seinen Einfluss beim Gärtnern glaubt oder nicht, - wer da steht in der Dunkelheit und hinauf blickt, spürt etwas.
Den Mond als Metapher zu wählen für die Sehnsucht der Menschen nach ihrer Quelle/Gott/Erfüllung, ist beinahe zwingend, kommt mir vor - als wäre der Mond geschaffen, uns zu erinnern.

Dann stehen wir in der Dunkelheit und starren ihn an.
Manches Mal hat einer Glück und entdeckt den Mond in sich.

Dienstag, 14. Juni 2011

Agnes Feders Tagebuch

Nusszeit!
Der Baum trägt reichlich Nüsse und da heißt es, literweise Nussgeist ansetzen. Nach dem Ausfall letzen Sommers sind die Vorräte erschöpft und die Lust auf Nusslikör groß.
Der Nussgeist soll auf Diabetes und dickes Blut eine positive Wirkung haben, auf den Magen allemal. Auch die Walnussblätter haben vielerlei positive Wirkungen (Akne, eitrigen Nägel, Fußschweiß uä.) habe ich jedenfalls bei Maria Treben nachgelesen und glücklicherweise noch nicht ausprobieren müssen.
Alleine wie stark die Blätter riechen! Welcher andere Baum besitzt so aromatische Blätter?

Sonntag, 5. Juni 2011

Agnes Feders Tagebuch


Vatertag - wir feiern ihn seit 1955 in Österreich am 2ten Sonntag im Juni. Das war bislang keine große Sache, nicht so wie Muttertag, auch wenn die Umsätze langsam an den Muttertag heranreichen.
Könnte daran liegen, dass sich Väter in der Regel weniger um ihre Kinder kümmern als die Mütter, oder daran, dass der Muttertag im NS-Regime gepuscht wurde.
Eigentlich ist es mir egal.
Mein Paps ist der einzige Elternteil, der mir geblieben ist und er war immer für mich da. Jetzt bin ich für ihn da. Nicht nur am Vatertag.
Er ist meine Wurzel in die Vergangenheit.
An ihm sehe ich das Welken und Schwächer werden deutlicher als an jedem anderen Menschen. Weil es bei ihm unvorstellbar war. So unvorstellbar wie mein eigenes Welken.
An ihm erfahre ich die Endlichkeit einer Lebensspanne. Und die Unendlichkeit von Liebe.

Samstag, 4. Juni 2011

Agnes Feders Tagebuch


Wie freimütig man sich auf jedes Hölzchen stürzt, dass einem hingeworfen wird. Auf ein Lob, einen Pokal, Medaille, Zertifikat - oder Anerkennung durch den Meister.
Bestätigtes Satori? Zen-Ausbildung abgeschlossen, Applaus?
Was für ein Irrtum - zurück an den Start. Dort kann man gleich bleiben, weil es kein Ziel gibt. Zum Verrückt-werden. Genau das soll passieren.
Der Blickwinkel wird verrückt.
Kodo Sawaki sagt:
Dass ein Mensch "Satori" bekommt, ist das, was Menschen sich erzählen.
Das, was sich Menschen nicht erzählen, ist Zazen.
(Kodo Sawaki, An Dich, Angkor-Verlag)
Und dann kann auch schon wieder aufgehört werden, darüber zu schreiben....

Samstag, 28. Mai 2011

Agnes Feders Tagebuch


Ein Mädchen im Park - ein besonderes Kind muss es gewesen sein.
Ihre Schulfreunde veranstalteten ein Wettrennen, aber sie interessierte sich nicht dafür.
Sie spielte alleine und wirkte sehr zufrieden dabei.
Ihre Lehrerin versuchte sie zu überreden, doch das Mädchen reagierte nicht. Erst als die Lehrerin aufgab, wegging, folgte das Mädchen der Frau.
Es war so offensichtlich, dass das Rennen ihr völlig gleichgültig war. Die Lehrerin lief an ihrer Seite, feuerte sie an, das allein fand das Mädchen lustig und lief weiter.
Bis zu einer Stelle, an der Steinchen lagen.
Das Mädchen blieb stehen, fasziniert von den Steinen, kniete sich nieder, sammelte ohne Eile einige davon ein. Dann lief sie gemächlich weiter.
Sie wurde Letzte.
Sie war die Einzige, die die schönen Steine gesehen hatte.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Agnes Feders Tagebuch

Heinrich hat mich eingeladen. Keine Party. Schlimmer.
Seine Eltern kommen nach Wien und wir gehen gemeinsam essen. Wieso bin ich dabei? Wieso konnte ich nicht ablehnen?
Die zweite Frage ist beinahe leicht zu beantworten - ich bin es Heinrich schuldig. Er ist ein guter Freund, war so oft für mich da. Also ist es keine Schuld, sondern mein Bedürfnis, seiner Bitte nachzukommen.
Natürlich habe ich ihn gefragt, warum seine Eltern mich kennenlernen sollten. Wir sind schließlich kein Pärchen. Heinrich haben meine Worte nicht gefallen, seine Augen sind den meinen ausgewichen. "Du hast ihnen doch nicht erzählt, wir wären zusammen?", habe ich nachgefragt. Entschieden, für mein Gefühl ein paar Nuancen zu heftig, hat er das von sich gewiesen. "Nur Freunde."
Na, ich bin gespannt.

Montag, 23. Mai 2011

Agnes Feders Tagebuch


Ich spüle nicht gerne Geschirr. Das ist einfach so. Besonders verflixt, weil ich keinen Geschirrspüler habe.
Nun bin ich in Thich Nhat Hanhs Buch "Klar wie ein stiller Fluß" (Kristkeitz Verlag) über Kapitel 35 - Geschirr spülen gestolpert.
Geschirr spülen
ist wie einen kleinen Buddha baden.
Das Profane ist das Heilige.
Der Geist des Alltags ist der Geist Buddhas.
Ich stehe beim Abwasch und muss lächeln. Meine Bratpfanne ist also ein kleiner Buddha. OK. Das geht jetzt natürlich nicht mehr aus meinem Kopf raus. Mein kleiner Buddha sieht wieder sehr schön aus, glänzt, Wassertropfen perlen von seiner Oberfläche. Ich entdecke eine kleine Kruste und schrubbe nochmals drüber. Stück für Stück wächst der Berg sauberen Geschirrs, nach einer Weile ist alles erledigt. Zufrieden breite ich ein Geschirrtuch darüber.
Geschirrspülen ohne Widerwillen, an Dinge denkend, die ich statt dessen lieber täte. Das geht, wer hätte das gedacht.

Sonntag, 15. Mai 2011

Samstag, 14. Mai 2011

Agnes Feders Tagebuch


Das mit den Hummeln hat nicht ganz funktioniert.
Heinrich hat kurzentschlossen den Porschemotor angeworfen und sich zu mir auf den Berg gebeamt. Zuerst habe ich mich sehr gefreut, nicht mehr alleine auf einem Haufen Bretter zu sitzen. Dann habe ich gesehen, wie ein Schönheitchirurg die Sache angeht...
...nun, der Temperamentsunterschied zwischen Heinrich und mir ist - sagen wir mal diplomatisch - erstaunlich groß. Die Bretter sind gewissermaßen geflogen und ich habe lebenslanges, striktes Verbot, jemals seinen OP zu betreten (falls ich auf Arzt oder OP-Schwester umsatteln sollte).
Das Ergebnis kann sich jedoch zeigen: Ein kleines Kunstwerk! Also dafür, dass wir beide keine geübten Handwerker sind, absolut in Ordnung.
Heinrich hat was bei mir gut. Mir kommt vor, er hat diesbezüglich bereits Pläne...

Montag, 9. Mai 2011

Agnes Feders Tagebuch


Die ersten Radieschen aus dem Garten - sie schmecken unvergleichlich! Es muss mehr Gemüse angebaut werden.
Voller Elan habe ich mich daran gemacht, ein Hochbeet zu bauen. Das kann ja nicht so schwer sein. Dachte ich.
Das Fertigteilset war viel zu teuer, zudem aus Plastik, also habe ich mir Bretter zuschneiden lassen und Schrauben gekauft. Jetzt sitze ich auf einem Haufen Bretter mit der Bohrmaschine in der Hand und schraube mir die Hände wund.
Die vielen Hummeln, die heuer im Garten unterwegs sind, motivieren mich. Eigentlich sollten sie nach den Gesetzen der Aerodynamik nicht fliegen können - tun es aber trotzdem. Sie denken einfach nicht darüber nach.
Also mache ich es auch so - nicht darüber nachdenken, ob ich es schaffe - einfach weiter schrauben, schrauben, schrauben.....

Dienstag, 3. Mai 2011

Agnes Feders Tagebuch



Das sind bewegte Zeiten, wenn ich nicht mal zum Tagebuchschreiben komme. Job, nebenher Ausbildung, Üben, den Haushalt und die Tiere versorgen, der Garten, Paps braucht mich intensiver als sonst, - am Abend falle ich totmüde ins Bett. Liege platt auf der Matratze und entspanne den Rücken das erste Mal nach 17 Stunden. Das ist der Höhepunkt des Tages.



- Du liebe Zeit! Das kann es doch nicht gewesen sein?


Die Katzen machen's richtig - von Zeit zu Zeit eine Maus fangen, in der Sonne dösen, Fell lecken. Nachts pflegen sie ebenfalls einen angenehmeren Lifestile als ich. Schreckliche Erkenntnis:

Ich wollte, ich wäre meine Katze.

Montag, 25. April 2011

Agnes Feders Tagebuch



Alles Leben regt sich, platzt hervor aus der ausgeruhten Erde. Was für eine Kraft, was für mächtige Energien da wirken, die aus dem Nichts Fülle erschaffen. Wir nehmen die Fülle hin, als wäre sie immer da gewesen, vergessen die kahle Kälte des Winters.


Das ist das Fest, das wir feiern. Seit jeher. Unter verschiedenen Namen - doch wie unbedeutend sind Worte, nehmen die Sicht auf das was vorgeht - draußen in der Natur und drinnen in uns - lassen dieses draußen und drinnen erst entstehen.


Thich Nhat Hanh schrieb:

"Die Erde bringt uns Leben,

und sie ernährt uns.

Die Erde nimmt uns wieder zu sich.

Geburt und Tod sind in jeden Augenblick gegenwärtig."

aus: Thich Nhat Hanh, Klar wie ein stiller Fluß, Kristkeitz Verlag, 78


Mehr ist es nicht. Und nicht weniger.

Mittwoch, 20. April 2011

Shinjinmei



"Den Weg zu erlangen ist nicht schwer;



das einzige Hindernis ist die Wahl -



im Augenblick, wo man Worte gebraucht, trifft man eine Wahl.



Wenn da weder Hass noch Anhaftung sind, ist es so klar wie Tageslicht."






Shinjinmei; aus: Meister Joshu, Rein in Samsara, Angkor Verlag, 32



Sonntag, 17. April 2011

Agnes Feders Tagebuch


Bin über den Winter zur Prinzessin mutiert - klarer Fall von Devolution. Kaum dass der erste Spaten meine Handflächen berührt, werfen die zarten Händchen Blasen auf.

Dabei gibt es viel zu graben - ein neues Beetprojekt ist angesagt! Erste Erfolgsmeldungen aus den alten Beeten: Schnittlauch wächst wie wild, und es gibt Radieschenkeime, die den Angriff der Wühlmäuse, Katzen, Vögel...überstanden haben. Jaaaaa!

Zwischen den Johannisbeersträuchern sprießen die ersten Brennnesseln - die natürlich sofort im Topf landen. Gute Cremesuppe beispielsweise mit Kartoffeln und Gemüsebrühe - Brennnesselblätter erst ganz zum Schluss dazu, etwas Obers, pürieren, fertig. Ein leckerer Energieschub. Das erste Grün hat das meiste Qi! Jung, nach außen strebend, das kleine Yang des Frühlings will genutzt sein.

Donnerstag, 14. April 2011

Agnes Feders Tagebuch


Wer ist Tom Bombadil?

Wiedermal ist JRR Tolkiens "Lord of the Rings" in meinen Händen und Gedanken. Ich kann nicht sagen, wie oft ich es gelesen habe, nur, dass jedesmal eine neue Bedeutung hervorpoppt, sich ein Fenster öffnet, an dem man Jahre zuvor achtlos vorbeigelesen hat.

Wer ist Tom Bombadil? Goldbeere sagt, "Er ist." Das erinnert stark an, "Ich bin der ich bin.", also Bibelzitat.

Goldbeere lässt Frodo nicht ganz dumm sterben und erläutert kryptisch: "Er ist der Meister des Waldes, des Wassers und der Hügel." Da geht das Denken Richtung Besitz und Frodo fragt, ob Tom das ganze Land, in dem sie sich befinden, gehört. Goldbeere wird ganz ernst und meint, das wäre doch nur eine Last. Keiner hätte Tom jemals daran gehindert, durch Forst und Wasser zu streifen. Er hat keine Angst. Er ist der Meister.

Er ist der Meister.

Sollte sich jemals jemand gefragt haben, woran man einen Meister erkennt, sollte er die Kapitel mit Tom Bombadil lesen. Tolkien hat in dieser Figur die Weisheit eines Lebens - die Essenz der Philosophie, möchte ich sagen - so leicht, geradezu spielerisch gezeichnet. Dafür müssen manche 30 Jahre Zazen sitzen und wissen es immer noch nicht.

Was für ein Mann muss das gewesen sein, dieser Professor Tolkien. Eine Pfeife in der Hand, unter einem mächtigen Baum sitzend, so sehe ich ihn vor mir. Er hatte was zu sagen. Ein Glück, dass er es getan hat.

Bleibt noch die Frage, Wer war Goldbeere?


Sonntag, 10. April 2011

Agnes Feders Tagebuch


Kirschblüte in der Steiermark.

Nur ein Wochenende, nur 2 Tage, aber es fühlt sich wie Urlaub an. Die Sonne scheint so warm, die Haut saugt jeden Strahl auf, ausgehungert nach dem Winter. Ich liebe dieses weite Land, die sanften Hügel, ringsum Apfelblüten, Kirschblüten, Hasel und Birken, alles erwacht, sprießt üppig hervor. Freunde, gutes Essen und Trinken...das Leben ist schön!

Donnerstag, 7. April 2011

Agnes Feders Tagebuch


Erstes Outdoor-Qigong des Jahres.

Unter freiem Himmel, bauschigen Wolken, von einem lauen Wind umweht...was sonst sollte man tun als Bärenübung, Wolkenhände, 5 Elemente-Übung, Weide am Fluß...

Alle Anspannung, aller Stress ist nach einer Stunde des Übens verschwunden, ich fühle mich innerlich und äußerlich gereinigt, jede Zelle hat sich erneuert - mit frischer, vitaler Lebensenergie gefüllt.

Jeder kann das, es ist so leicht. Die Arme ausbreiten, das Universum darin umfangen. Albern? Nicht, wenn man es probiert, dann ist es mächtig...

Lebenskunst


Meine heile Welt

auf Messers Schneide

jeden Tag

welch Genuss

Montag, 4. April 2011

Agnes Feders Tagebuch


Bärlauchzeit.

Neumond ist die Zeit zum Bärlauchpflücken. Der Wienerwald ist voll davon, die Blüten kurz vorm aufspringen, perfekt. Nichts wie los, ein Papiersackerl im Gepäck und sammeln. Vorsicht ist geraten wenn die Maiglöckchenblätter sprießen, die sind tödlich. Besser die frühen Blätter ernten, bevor die Maiglöckchenzeit beginnt.

Dann hab' ich ein Pesto gemacht - ein Pesto! Ein Traum! Allein diese Farbe ist die pure Kraft und wenn man das Pesto isst, spürt man förmlich die Frühlingsenergie, die darin gespeichert ist.

Sogar Heinrich war begeistert. Nein, er war nicht bei mir - ich habe ihm eine Kostprobe mitgebracht. Und dann erzähle ich ihm, wie gesund das Kräutl' ist, wie es die Arterien reinigt und die inneren Organe - das ärgert ihn so schön. Hält immer noch nichts von Heilkräutern. Ha! Das muss er aushalten, wenn er mit mir befreundet sein will.

Donnerstag, 31. März 2011

Agnes Feders Tagebuch


Ein gemütlicher Abend mit Paps.

Wir haben gemeinsam Tee getrunken, die Schallplatten geordnet, Singles durchgestöbert, aufgelegt, gelacht, mitgesungen. Eigenartig war das, wie Urlaub in der Vergangenheit. Jeden Sonntag Schalldämpfer herbeisehnen, Hörspiele auf Ö1 lauschen, krachend-grammelnde Schallplatten auflegen, daneben Zeichenblatt um Zeichenblatt bemalen, Paps im Nebenzimmer ein Buch lesend wissen. Paps.

Paps schien gestern wieder so jung...schien? Geht das wirklich verloren? Oder ist es bloß eingeschlafen, dieses Wesen, das sich begeistert, sprüht und pulsiert, das wir Jugend nennen, aber eigentlich immer Teil unserer Seele ist.

Ich sehe Paps an, sehe wie die Zeit vergeht, uns durch die Finger rinnt. Möchte sie anhalten. Vergebens. Keine Minute bleibt, lässt sich auch nicht zurückholen.

Wir machen bald wieder so einen Abend, hören Axel Cortis Schalldämpfer, sehen schwarz-weiß-Fotos an und lassen uns so jung sein, wie wir sind.

Sonntag, 27. März 2011

Freitag, 25. März 2011

Agnes Feders Tagebuch


Wir sind so stolz auf unsere Zivilisation.

Sie basiert auf Reichtum. Sie basiert auf Energie. Erdöl, Strom. Sie basiert auf mangelnden Respekt gegenüber der Erde, die uns nährt; auf mangelnden Respekt gegenüber unseren Mitmenschen.

Es sind ca. 436 Atomkraftwerke in Betrieb, eines davon fliegt uns gerade um die Ohren - nur 1 von 436! - und wir sind ALLE betroffen. Es wird Auswirkungen geben in unser aller Nahrung, Gesundheit.

Wir werden es vergessen, die Politiker werden sich von der Atomlobby kaufen lassen - das ist sowieso immer klar gewesen, steht sogar heute in der Zeitung. http://derstandard.at/1297821397975/Deutsche-Atomdebatte-Epheser-Kapitel-4-Vers-25


Was soll ich tun? Resignieren?

Nein.

Respekt ist mein Schlüssel. Vor der Erde. Vor den Menschen und Tieren. Sorgsamer Umgang mit Ressourcen.
Dazu stehen - es laut sagen.

UND - Nicht vergessen.

Montag, 21. März 2011

Agnes Feders Tagebuch


Wir sind gute Freunde...diese Worte sind in meinem Kopf zu einem Mantra geschmolzen. Wie bekomme ich sie in Heinrichs Kopf?

"Hier Agnes, für dich." Er schiebt mir eine kleine Schachtel über den Mittagstisch, bemerkt meine Entrüstung und beschwichtigt mich, noch ehe ich meinem Unmut freien Lauf lassen kann. "Nichts Wertvolles, nur eine kleine Erinnerung an unseren Spaziergang."

Die Schachtel ist wunderschön, schimmert perlmutfarben. Ich öffne sie, ohne die geringste Ahnung was mich erwartet. Bin erstaunt, bin verwirrt und im nächsten Augenblick beschämt.

Ein Herz aus Stein.