Montag, 26. März 2012

Agnes Feders Tagebuch


Ein Wochenende in Graz - das ist wie Urlaub.
Mit Freunden und Familie plaudern, gutes Essen, Sonne, Wärme, spazierengehen.
Graz hat einen südlichen Charme - die Häuser mit ihren Fensterläden erinnern an mediterrane k&k Sommerfrische, Straßencafés, flanierende Menschen, Marktplätze voll belebt und bunt. Es findet sich sogar ein kleines Naturschutzgebiet (wie das Bild oben zeigt).

Freue mich auf ein Wiedersehen, liebes Graz.

Donnerstag, 22. März 2012

Agnes Feders Tagebuch



Es ist Frühling - Zeit des jungen Yangs - Expansion, Wachstum!

In der 5 Elementelehre der Chinesen ist dies die Zeit des Holzelements, dem die Leber/Galle zugeordnet ist. Die Zeit des Hun-Geistes, der Wanderseele, die unsere Eindrücke in diesem Leben speichert.

Und ich habe sie dieser Tage schon gesehen, die lieben Mitmenschen mit Qi-Stau in der Leber - zu erkennen an wilden Wutausbrüchen, weil es bei der U-Bahn eine Bertriebsstörung gibt, weil keine zweite Billakassa eröffnet wird (nämlich unmittelbar nachdem dies forsch gefordert wurde), weil sich ein Kind beim Arzt (!) immer wieder Nase putzt usw. usw. Aber auch Depression ist Ausdruck von Leber-Qi-Stau, Ekzeme, Heuschnupfen, Bluthochdruck und Kopfschmerzen.

Da wäre es angesagt für einen ungehinderten Qi-Fluss zu sorgen.
Qigong-Übungen machen wie z.B "Der Tiger brüllt ins Tal", heilende Laute chanten, Meditation ist sowieso immer gut, und für eine gesunde Ernährung sorgen.
Durch säuerliche Speisen und Getränke kann sich der Leber-Qi-Stau auflösen. Dazu gehören beispielsweise Äpfel, Spinat, Grünkern, Hagebutte, Petersilie, Brennessel, Sesam, Haselnüsse, Staudensellerie, Kaninchen.

Die ersten Brennesselblätter habe ich schon gesichtet - und sind bald in meinem Suppentopf zu finden.

Montag, 19. März 2012

Agnes Feders Tagebuch


Gestern am Holzknechtweg die ersten Bärlauchblätter gebrockt, weiter die Jägerwiese hinauf Richtung Agnesbründl. An eine liebe Freundin gedacht. Wunderbarer Wienerwald.

Das Ende der Blattleere naht - ähm, ja, ich hab' Warrior-Cats gelesen - sollten alle Katzenliebhaber tun. Das Leben aus der Sicht von Katzen.
Geradezu poetisch den Winter die Zeit der Blattleere zu nennen und trifft den Nagel punktgenau. Nicht mehr lange, und die Blattfrische wird ihr Tuch über Wipfel, Unterholz und Boden breiten.

Meine Weide hat jedenfalls über Nacht zu blühen begonnen - ein sicheres Zeichen dafür.

Agnes Feders Tagebuch

Victory



Montag, 5. März 2012

Agnes Feders Tagebuch

Ausgehungert nach Sonnenlicht - oft sieht man jetzt Menschen das Gesicht dem Himmel zugewand dastehen, die Augen geschlossen, die Sonne genießend. Auch mich kann man so sehen. Die Luft und der Boden sind noch kalt, trotzdem wagen sich die ersten Frühlingsboten heraus.
Jahr für Jahr ein Wunder, über das selbst Achzigjährige nicht müde werden zu sprechen. Das Erwachen der Natur bewegt sogar Stadtmenschen, es scheint als könnten wir uns dem nicht entziehen, egal wie weit wir uns von den natürlichen Zyklen entfernt haben. Ist das nicht wundervoll?

Die Menschen  um Fukoshima sehen ihre Umwelt mit neuen Augen. Kinder bleiben seit einem Jahr im Haus versteckt, abgeschottet vor einer feindlichen Umwelt. Sie lernen, dass sie krank werden unter freiem Himmel. Lebensräume sind für Generationen zerstört und viele begreifen, wie wertvoll die Erde war, auf der sie lebten.
Wir alle schätzen das Selbstverständliche nicht. Erst wenn es verloren ist.

Es ist wie in dem Märchen um den König, der von seinen drei Töchtern wissen wollte, womit ihre Liebe zu ihm vergleichbar ist. Der Vergleich mit Salz hatte ihn beleidigt. Erst als er ohne Salz leben musste erkannte er, wie sehr es seinem Leben Würze gab. Mehr als Gold und Perlen es jemals vermochten.

Die Erde ist nicht unser Untertan. Wir sind keine Könige. Wir sägen an dem Ast, auf dem wir sitzen mit kindlicher Einfalt und behaupten, das sei unser angestammtes Recht. Der Baum wird den Verlust des Astes verkraften, wir unseren tiefen Fall vielleicht nicht.

Pro7, Ein Jahr nach dem Tsunami in Fukoshima
ZDF, Fukoshima