Sonntag, 11. November 2012

Donnerstag, 8. November 2012

Agnes Feders Tagebuch

Slowfood - das ist ein nettes Wort. Weil halt nicht Fastfood.
Gut fände ich: Achtsam-Zubereitetes-Essen oder Awarefullness-Food.
Das wäre das Sahnehäubchen.

Langsames-Essen bedeutet auch Nicht-Schnell-Essen. Vielleicht auch langsame-Nahrung?
Hatte ich gestern - oh ja! Die beiden Kohlrüben aus dem Hochbeet hatten über 6 Monate Zeit zu wachsen, richtig langsam, ohne jede Eile haben sie sich aus Samenkörnchen herausgemausert, Wurzeln geschlagen, wochenlang als dünne Stängel herumgestanden, danach - ich kann nicht sagen ab welchen Zeitpunkt, doch irgendwann im Hochsommer war es dann wohl soweit - als dicke Stängel mich sehr verwundert. Sollten Kohlrüben nicht ein Bäuchlein kriegen?
Was ist los mit euch?- fragte ich sie oft und vergebens. Als der Entschluss in mir reifte, sie im Herbst auszureißen, überzeugten die beiden mit wunderschön geformten Blättern und der frohen Farbe Lila, dass sie als Deko bleiben durften. Ja, ich häufelte ihnen sogar Erde an, damit es bei Wind nicht zu wackelig wurde.

Ich glaube, das alles war ein Test - denn unmittelbar darauf setzten Kohlrübchen 1 und 2 Bäuche an. Mir wurde die große Ehre zuteil... Gestern habe ich Kohlrübchen 1 und 2 andächtig verspeist. Keine Spur von holzig - was nach der langen Zeit zu erwarten gewesen wäre. Überhaupt nicht wässrig, die Wurzel ungemein geschmackvoll, fest und doch weich, Kohlrüben, wie ich sie noch nie gegessen habe.

Danke, ihr guten Rübchen. Ihr seid der Kakao auf dem Sahnehäubchen!

 Und auch all die anderen, die so eifrig gewachsen sind - Fisolen, Karotten, Pastinaken, Porree, Erdbeeren, Radischen....ihr ward lecker!



Donnerstag, 1. November 2012

Lebenskunst

All Hallows' Eve

Schreibt es auf  Eure Grabsteine,
Kommerzialrat, Professor, Doktor,
Heilige und Scheinheilige,
liebender Vater oder Mutter,


Knochen sind Knochen.