Dienstag, 23. Dezember 2014

Montag, 22. Dezember 2014

Adventkalender

Vielleicht 
waren die Mönche in einen Bereich eingedrungen, 
der nicht für sie bestimmt war ...

(aus: Diabolische List, Petra K. Gungl, 60)


Bild: Die Klosterruine am Riederberg/NÖ

Sonntag, 21. Dezember 2014

Samstag, 13. Dezember 2014

Adventkalender

Wohltuend ist's
Seelen zu lassen
statt zu versuchen
sie ganz zu erfassen
(aus: Nurit Sommer, Farbwesen Frau, 59)

Freitag, 12. Dezember 2014

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Adventkalender

Geborgenheit 
duftet nach 
Sternanis, Zimt und Nelken,
frischgebackenen Kekses
und Orangenschalen.

Einatmen, Kind sein,
Ausatmen, heimkehren.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Adventkalender

adventus, die Ankunft


Auf wen warten wir,
wenn doch alles 
bereits in uns angelegt ist,
und nur darauf wartet, 
gelebt zu werden?


Dienstag, 9. Dezember 2014

Adventkalender

"...Bin ich fern, sie ist mir nah -
schön ihr Antlitz, überall,
längst gebannt hat mich ihr Blick,
weiht mich in die Liebe ein.


Könnt sie nur Gedanken lesen:
Liebeskummer macht mich krank,
bin vor ihr schon wie erstarrt,
keinen Finger kann ich rühren... "
(Liebeslied Kl 57, Oswald von Wolkenstein 1377-1445)

Montag, 8. Dezember 2014

Adventkalender

"...Windschnelle weiße Pferde ziehen den Sonnenwagen,
und sein Feuer verbrennt zu Asche den Tag. ..."
(Keltische Märchen, HG. Heinrich Dickerhoff, 48)


Sonntag, 7. Dezember 2014

Adventkalender

Ist erst das Singen der Vögel wieder zu hören,
ist der Winter besiegt.
(Diabolische List, 296)



Samstag, 6. Dezember 2014

Adventkalender

"Der wahre Tor, den Hohn und Hass der Götter trifft,
ist der Mensch, der sich selbst nicht kennt." 

...womit Oscar Wilde ausdrückte, was das Orakel von Delphi lange zuvor den Menschen riet: 

"Erkenne dich selbst"



Wer bin ich?

Freitag, 5. Dezember 2014

Adventkalender

Der Pfad der Liebe 
ist wie eine Brücke aus Haar
über einem Abgrund des Feuers
(christlicher Mystiker)

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Montag, 12. Mai 2014

Zen im Alltag - Agnes Feders Tagebuch

Besser oder schlechter?

Wohin geht die Reise - die Wirtschaftslage sorgt für depressive Verstimmung, rechts/linksradikale Parteien erfahren regen Zuspruch, Bürgerkriege, angeknackste Demokratien, Politikverdrossenheit, die Polkappen schmelzen, Umweltverschmutzung grassiert, es gibt immer noch Hunger & Krankheit, trotz all der Technologie und Wissenschaft.

So gesehen zieht die Situation voll runter.

Sobald wir größeren Zeitabschnitte anschauen, darf Hoffnung aufkommen: Von einer Welt in der Sklaverei, Leibeigenschaft, gnadenlose Unterdrückung der Frau, Regentschaft von Gottes Gnaden und permanenter kriegerischer Bedrohung, haben wir uns zu einer Welt entwickelt, in der Menschenrechte Thema sind, Bildung  und Information für eine breite Masse erreichbar ist, Meinungsfreiheit & Toleranz ein gesellschaftlicher Wert sind. Und auch klimatisch hat die Welt schon einiges an Eiszeit und Katastrophen gesehen.

Nicht perfekt, zugegeben, aber positive Tendenzen sind durchaus vorhanden.

Was ist zu tun, als den aufrechten Gang zu üben, seinen Beitrag an einer positiven Entwicklung zu leisten. Wenngleich das Ego halt so gern sein Erfolgserlebnis will, hier und sofort. Es ist nicht leicht zu ertragen, ein kleiner Dominostein zu sein, dabei braucht es gerade diesen Einen, damit die Kausalkette nicht abreißt. Der eine singt ein Lied für Toleranz, der andere schickt tibetischen Flüchtlingskindern Teddybären  ... Millionen Dominosteine ... solange die Augen offen sind, sieh hin!

Bewusstsein ist das Zauberwort.
Wissen, was man tut.
So einfach, so schwer.
Eine lebenslange Übung.


Freitag, 4. April 2014

Agnes Feders Tagebuch


Was machen, wenn Schnupfen und Heiserkeit einziehen und böswillig die Stimmbänder in Geiselhaft nehmen?

Natürlich ist's Wochenende und Antibiotika will frau sowieso nicht nehmen. Obwohl - wenn der Kehlkopf so schmerzt, sich Fieber einstellt, hach, da werde auch ich weich...

Die bewährten Helfer mussten her: Teebaumöle (Kanuka, Cajeput, Niauli) zum Inhalieren,natürlich die aufgeschnittene Zwiebel, Thymiansirup, Eibischtee zum Trinken, und der aktuelle TCM-Tipp meiner Qi Gong - Lehrerin: Birnenkompott.

Bereits nach einigen Stunden klangen die Schmerzen ab, die Stimme kehrte zurück, der Schleim ließ sich leicht abhusten.
Nach 2 kg Birnenkompott war ich gewissermaßen wieder auf den Beinen.

Bin schwer beeindruckt von der Birne! Und wenn ich mich recht entsinne, dann war das bereits Hildegard von Bingen. Da ist also wirklich was dran.


Mittwoch, 12. Februar 2014

Sonntag, 19. Januar 2014

Agnes Feders Tagebuch


Ich sitze vor meinem Bücherregal, wische mit dem Finger den Staub vom Holz, stoppe an einem grünen Buchrücken. "Der Niemandsgarten". Er blinkt nicht grell auf, macht auch sonst keine überirdischen Signale. Dennoch denkt es mich: Michael Ende möchte mir etwas sagen?

Ich ziehe ihn aus der Bücherreihe. Das Taschenbuch ist fast ungelesen, glatt und die Seiten hell. Gekauft und gleich ins Regal mit den "später lesen"-Büchern gestellt. Weder den Anfang noch das Ende will ich - nein, einfach mitten hinein. Die Seiten trennen sich, "DAS UMSTELLEN DER LICHTER" steht da, gesperrt geschrieben. Zehn Zeilen Lichter umstellen - den Blickwinkel ändern!

Das, was dich hindert gut zu sein, mache zum Gegenstand deiner Güte. ... Das, was dich hindert bewusst zu sein, mache zum Mittelpunkt deiner Aufmerksamkeit.

Kein Wegsehen, kein Verdrängen. Mitten hinein. Mut haben, denke ich.

Das, was dich hindert dein Leben zu haben, mache zum Inhalt deines Lebens.

Michael Ende, Zauberer. Du warst, bist, bleibst wunderbar.
http://www.michaelende.de/buch/der-niemandsgarten