Montag, 12. Mai 2014

Zen im Alltag - Agnes Feders Tagebuch

Besser oder schlechter?

Wohin geht die Reise - die Wirtschaftslage sorgt für depressive Verstimmung, rechts/linksradikale Parteien erfahren regen Zuspruch, Bürgerkriege, angeknackste Demokratien, Politikverdrossenheit, die Polkappen schmelzen, Umweltverschmutzung grassiert, es gibt immer noch Hunger & Krankheit, trotz all der Technologie und Wissenschaft.

So gesehen zieht die Situation voll runter.

Sobald wir größeren Zeitabschnitte anschauen, darf Hoffnung aufkommen: Von einer Welt in der Sklaverei, Leibeigenschaft, gnadenlose Unterdrückung der Frau, Regentschaft von Gottes Gnaden und permanenter kriegerischer Bedrohung, haben wir uns zu einer Welt entwickelt, in der Menschenrechte Thema sind, Bildung  und Information für eine breite Masse erreichbar ist, Meinungsfreiheit & Toleranz ein gesellschaftlicher Wert sind. Und auch klimatisch hat die Welt schon einiges an Eiszeit und Katastrophen gesehen.

Nicht perfekt, zugegeben, aber positive Tendenzen sind durchaus vorhanden.

Was ist zu tun, als den aufrechten Gang zu üben, seinen Beitrag an einer positiven Entwicklung zu leisten. Wenngleich das Ego halt so gern sein Erfolgserlebnis will, hier und sofort. Es ist nicht leicht zu ertragen, ein kleiner Dominostein zu sein, dabei braucht es gerade diesen Einen, damit die Kausalkette nicht abreißt. Der eine singt ein Lied für Toleranz, der andere schickt tibetischen Flüchtlingskindern Teddybären  ... Millionen Dominosteine ... solange die Augen offen sind, sieh hin!

Bewusstsein ist das Zauberwort.
Wissen, was man tut.
So einfach, so schwer.
Eine lebenslange Übung.