Dienstag, 23. Juni 2015

Agnes Feders Tagebuch


Im Leben stehen

mit einem Bein 
 in der relativen Welt


mit einem Bein
in der absoluten Welt



So antwortete Zen-Meister Genro Koudela seinem Zen-Meister-Freund Genro Laoshi kurz vor seinem Tod. Das machen die Meister gern, einander abklopfen, ob "Es" noch klar ist. Lachen, wenn es ans Sterben geht. Sie können das.

Genros Worte - Genro durch Genro gesprochen, das wird ihnen gefallen! - fielen wie heiße Tropfen Öl in mein Bewusstsein, kaum dass ich diese Raupe in den Erdbeeren entdeckte. Sie schaffte Ungeheuerliches auf ihrer Wanderschaft, überbrückte Abgründe, verband und meisterte sie - und doch: am Ende gibt es keine getrennten Welten - alles ist im Marmeladeglas vereint.


Ich bin
Brücke zwischen den Welten
Raupe und Schmetterling
ein Traum